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Der heilige Benedikt,
unser geistlicher Vater

Benedikt_von_Nurcia
Fra Angelico, Fresko im Konvent von San Marco in Florenz (Kreuzigung, Detail), frühes 15. Jh.

Geboren um 480 in einer wohlhabenden Familie in Nursia, wurde der hl. Benedikt von seinen Eltern zum Studium nach Rom geschickt. Angewidert von den Ausschweifungen seiner Kameraden und angerührt von der göttlichen Gnade, fasste er den Entschluss, Familie, Haus und Güter zu verlassen. Er zog sich in die Einsamkeit zurück, um Gott zu finden.

Der hl. Papst Gregor der Große schreibt darüber
in dem 2. Buch seiner Dialoge:

"Benedikt fand die Ruhe an einem einsamen Ort, der Subiaco heißt, ungefähr 40 Meilen von Rom entfernt... Als er auf seiner Flucht dorthin kam, traf er auf dem Weg einen Mönch namens Romanus. Dieser fragte ihn, wohin er denn wolle. Als er seinen Wunsch erfuhr, leistete er ihm Hilfe, gab ihm das Ordenskleid und stand ihm nach Kräften bei. Der Mann Gottes aber zog sich ... in eine ganz enge Höhle zurück und verweilte dort drei Jahre, ohne dass ein Mensch, mit Ausnahme des Mönches Romanus, etwas davon wusste... Während nun der heilige Mann lange Zeit hindurch in jener Einöde immer mehr durch seine Tugenden und Wunder hervortrat, scharte er viele zum Dienst des allmächtigen Gottes um sich, so dass er in jener Gegend unter dem Beistand des allmächtigen Herrn Jesus Christus zwölf Klöster errichtete. Über jedes Kloster setzte er einen Abt und gab ihm zwölf Mönche; einige wenige behielt er bei sich, weil er meinte, sie bedürften noch besserer Unterweisung unter seiner Leitung. Auch geschah es schon damals, dass vornehme und fromme Römer zu ihm kamen und ihm ihre Söhne übergaben, damit er sie für den allmächtigen Gott erziehen möge“ (hl. Gregor d. Gr., Dial. II, Kap. 3,13–14; ebenda).

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Einsiedlerhöhle des hl.Benedikt in Subiaco

Der hl. Benedikt war also zunächst nicht der Obere eines religiösen Ordens im heutigen Sinn, sondern ein geistlicher Vater! Er führte die Menschen zu Gott und erweckte in ihnen die Sehnsucht nach der Heiligkeit, er übte über sie eine geistliche Vaterschaft aus, die ihm als Priester vom himmlischen Vater durch Christus zukam.

Sein großer und wohltätiger Einfluss zog aber auch die Missgunst anderer auf sich, die ihn zwang, Subiaco zu verlassen. Um 530 ließ er sich deshalb auf der Anhöhe eines steilen felsigen Hügels des Monte Cassino nieder. Hier erbaute er ein großes Kloster, wo er seinem Herzenswunsch nachging: Diener Christi zu formen. Er lehrte ihnen die zentrale Bedeutung der Demut des Herzens, die sich im Gehorsam äußert und ihre Krönung in der Übung der brüderlichen Nächstenliebe findet.

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Kloster auf dem Monte Cassino

Von zentraler Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die großartige Ordensregel, die er aufgestellt hat. Auf ihr fußten später – wie auf einem Fundament – die Regeln vieler anderer, späterer Orden. In ihr vereinigten sich Klarheit, Rechtssinn und weise Zurückhaltung: Es war ein ausgewogenes und gemäßigtes Lebensprogramm, das durch seine bewundernswerte Anpassung an die Bedürfnisse und Nöte der Seelen bis heute ein zuverlässiges Sprungbrett zur christlichen Vollkommenheit darstellt.

Der hl. Benedikt starb am 21. März des Jahres 547, während er am Altar der Klosterkirche betete. Sein Verdienst ist die Reform des abendländischen Mönchstums, das in einer Krise war, weil es an Einheit und an Führung mangelte. Das große Übel, das daraus erwuchs, waren vagabundierende Mönche, die kein erbauliches Vorbild gaben. Mit der Durchsetzung der benediktinischen Regel kehrte die Ordnung zurück und führte zu einem neuen Aufblühen des monastischen Lebens in dieser Zeitenwende: Das heidnische römische Weltreich war dem Untergang geweiht, währenddessen der Stern des Christentums aufging und mit ihm die Kirche immer mehr an Einfluß über die Völker des Abendlandes gewann. Das von Benedikt reformierte Gemeinschaftsleben der Mönche hatte daran einen entscheidenden Anteil, so daß er mit Recht Mitbegründer der neuen Epoche des christlichen Frühmittelalters genannt werden kann.

Papst Paul VI. erhob ihn 1964 zum Patron Europas.

 


Buch01
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Bibliothek der Kirchenväter
Die Benediktusregel
Hrsg. v. Katharina Greschat u. Michael Tilly

Die Benediktusregel ist einer der wirkmächtigsten Texte der europäischen Spätantike. Seit der Zeit der Karolinger hat diese Regel mit ihren klaren und menschlichen Anordnungen das klösterliche Leben geprägt und zugleich immer wieder reformiert und mit neuem Leben erfüllt.

208 S.
MarixVerlag
Preis: 10,00 EUR
zu beziehen bei: www.sarto.de

 

 

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