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Denkmalamt Brauweiler besuchte Kloster Reichenstein
aktualisiert am 5.1.2011
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Frau Dr. Monika Herzog hat ihren Sitz im Amt für rheinische Denkmalpflege in Brauweiler. Da viele Denkmäler zu ihrem Aufgabengebiet gehören, waren wir froh, daß sie am Donnerstag, den 27.1.2011, nach Reichenstein kommen konnte.

In den letzten beiden Wochen des vergangenen Jahres wurde mit dem Denkmalamt ein neuer Bauabschnitt „BA 2 – Verwalter- und Melkerhaus“ vereinbart. Aus diesem Grunde gab es über die Art und Weise der Ausführung der Renovierungsmaßnahmen viele offene Fragen.

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Das Melkerhaus ist wegen dem lange Zeit undichten Dach in einem schlechten Zustand. Es braucht deshalb eine Grundsanierung.

Mit der Erneuerung des Dachstuhls und der Schiefereindeckung wurde im Herbst letzten Jahres begonnen. Vor Wintereinbruch konnte das Dach mit einer Brettverschalung und Dachpappe noch geschlossen werden.

Jetzt kann mit dem Abschlagen des losegewordenen Putzes begonnen werden. Manches Fenster und auch die Eingangstüren müssen repariert werden.

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Die Decke über dem Erdgeschosses musste komplett entfernt werden. An einigen Stellen war die Holzbalkendecke durch das Eindringen des Wassers so morsch und faul geworden, dass sie durchgebrochen waren.
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Mit viel Handarbeit wird die Schüttung, die sich zwischen den Balken befand, ins Freie transportiert.
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Zwei Container wurden mit Schutt, Rigipsplatten, alten Tapeten und anderem gefüllt.
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Die Zugbalken, die den Dachstuhl nicht nach außen wandern lassen, mussten entweder ausgewechselt oder repariert werden. Mit dem Denkmalamt ist abgesprochen, dass sie in der ganzen Breite freigelegt und untersucht werden. Morsche Balken können keine Zugkraft aufnehmen.
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Dieser Zugbalken brauchte nicht ausgewechselt, sondern konnte noch repariert werden. Auf einer Länge von etwa 2 m musste der ein Drittel des Balkens ausgeplattet und durch neues Holz ersetzt werden.
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Dieser Zugbalken war nicht mehr zu retten und ist durch einen neuen ersetzt worden. Es war nicht leicht, einen 8,50 m langen, kräftigen Balken in das Gebäude und an den richtigen Platz zu transportieren. Kraft und Geduld war dafür notwendig.
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Nachdem die Zugbalken eingebaut oder repariert waren, konnten die Deckenbalken verlegt werden. Die Holzbalken werden an der Unterseite mit Bretter verschalt und danach wird die Decke verputzt. Als Putzträger werden Schilfmatten an die Brettschalung angenagelt.
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Der Blick vom Dachboden zeigt die Holzbalkendecke mit der fertiggestellten Brettschalung. Zwischen die Balken wird eine Dämmung eingebaut. Zur Auswahl stehen Kork, Hanf, Lehmschüttung oder Bläton. Als Boden werden Holzdielen eingebaut.

Dies waren die Arbeiten, die im Monat Januar erledigt werden konnten. Ein Anfang der Sanierung des Melkerhauses ist damit gemacht. Bis zum Herbst sollen die Arbeiten – wenn es möglich ist - abgeschlossen sein.

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